Ausstellung bei ver.di

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PeterRohlandpit03Der Sänger, Liederforscher und Liedermacher Peter Rohland, die Waldeck-Festivals und das politische Lied der 1848er Revolution

Die Peter Rohland Stiftung lädt herzlich ein zur
Eröffnung der Ausstellung
Montag, 11. Oktober 2010, 19.30 Uhr
(Ausstellung: 11.10.-05.11.2010)
Gäste sind willkommen! Eintritt frei!

Peter Rohland (1933 - 1966)

48er_lieder_400Peter Rohland trug in seinem bis heute nachwirkenden Schaffen dazu bei, den traditionellen Volksliedbegriff so zu erweitern, dass auch die Lieder der deutschen Freiheitsbewegungen und des deutschen Widerstands darin Platz finden. Er deckte mit seinen „Liedern deutscher Demokraten" eine vergessene Tradition des deutschen politischen Liedes der Revolution von 1848 wieder auf. Peter Rohland war Sänger, Liederforscher und Liedermacher in einer Person. Geprägt wurde er durch die Jugendbewegung im Nachkriegsdeutschland; er selbst war ab 1951 Mitglied bei der Schwäbischen Jungenschaft in Göppingen. Wegweisend waren seine Auftritte in den Jahren 1964 und 1965 bei den Festivals „Chansons Folklore International" auf Burg Waldeck im Hunsrück, die von ihm mit initiiert und geprägt worden waren. Bekannt wurde Peter Rohland zudem in den 1960er-Jahren durch seine Konzertreisen quer durch die Republik.
1964 und 1965 war Peter Rohland als einer der wichtigsten Sänger dabei gewesen und hatte die Landstreicherballaden, die Lieder des François Villon, die Lieder der 48er-Revolution und vor allem die jiddischen Lieder vorgetragen. Im Januar danach erkrankte er plötzlich und starb, kaum 33 Jahre alt, am 5. April 1966.

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Die Waldeck-Festivals

festival_1964_plakat_400Die Burg-Waldeck-Festivals(1964-1969) im Hunsrück  waren die ersten Open-Air-Festivals in Deutschland und bildeten einen entscheidenen Abschnitt in der deutschen Folkgeschichte.
Sie waren beeinflusst vom französischen Chanson und der amerikanischen Folk- und Protestlieder-Szene. Sie setzten das engagierte und kritische Lied als Gegenpol zum damals gängigen Schlager. Zudem waren sie Karriere-Startpunkt einiger bedeutender Musiker und Liedermacher wie beispielsweise Franz-Josef Degenhardt, Reinhard Mey und Hannes Wader.
Als 1969 statt Folklore Rockmusik und revolutionär-politische Debatten überwogen, war das Ende der Festival-Reihe gekommen.

(Quelle: Wikipedia)

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Die Ausstellung 11.10.-05.11.2010

Die Ausstellung zeigt anhand vieler Dokumente, Fotos und Tonaufnahmen die persönliche und musikalische Entwicklung von Peter Rohland, die Wiederentdeckung der demokratischen Lieder der 48er Revolution und die Stationen der legendären sechs Waldeck-Festivals.

Programm am 11. Oktober 2010, ab 19.30 Uhr:

  • Begrüßung durch Ulrike Zerhau,  pädagogische Mitarbeiterin der ver.di Bil­dungsstätte
  • Einführung: Josef Haverkamp und Wolfgang Züfle, beide Peter Rohland Stiftung
  • Vortrag zum Ausstellungsthema: Prof. Dr. Holger Böning, Universität Bremen
  • Lieder zur Ausstellung und Konzert:  Black - Lothar Lechleiter, Bonn

Konzert: Der Black im IMK

black_200917__2_ingo_nordhofen_400Der Black, das ist Lothar 'Black' Lechleiter, der seit 1961/62 in verschiedenen Folk-Gruppen aktiv war. 1965 traf er während des Waldeck-Festivals auf Schobert Schulz, und sie gründeten im Herbst 1965 das Duo 'Schobert & Black'.
Im Sommer 1966 traten sie erstmals unter diesem Namen auf der Burg Waldeck auf.
Waren es zunächst Vertonungen von Texten von Fritz Graßhoff und Nachdichtungen französischer Chansons, entstanden nach und nach eigene Lieder und Texte. Ihre kritisch-politischen als auch ihre Nonsens-Lieder wurden zum Markenzeichen. Populär wurden ihre Limericks. „Nonsens multiplex" oder „Erfinder des höheren Blödsinns in Reinkultur" wurden Schobert & Black genannt.
 

 

Nonsens-Lieder und gesellschaftspolitischer Anspruch?
Das funktioniert, sehr gut sogar, denn die fröhliche, freilich intelligente Unterhaltung öffnet die Seelen der Menschen und macht sie bereit, durchaus ernst gemeinte Inhalte entgegenzunehmen, davon ist der Black überzeugt. Oder anders gesagt: Ein Köder wird ausgeworfen, an dem ein ziemlich spitzer Haken hängt.
Es folgten 19 sehr erfolgreiche Jahre mit großen Tourneen - sie füllten dabei auch die größten Säle, hatten viele TV-Auftritte und veröffentlichten mehr als 20 Langspielplatten.
1985 beschlossen beide, zukünftig künstlerisch eigene Wege zu gehen, und trennten sich. Der Black zog sich aus dem professionellen Musikgeschäft zurück und spielte nur ab und an auf den späten Waldeck-Festivals oder bei besonderen Anlässen zu Ehren von Kollegen.
Auch gab es immer mal wieder Beiträge zu CD-Produktionen, z. B. von Erich Schmeckenbecher, oder zusammen mit Pit Klein eine - von der Kritik vielgelobte - CD zu Leben und Werk von Fritz Graßhoff.
Ab 2004 kam es dann wieder zu einer aktiveren Konzerttätigkeit u.a. mit der Kollegin Joana, die ihn immer schon ermuntert hatte, die „Stimme" von „Schobert & Black" wieder zu erheben, um dem feinsinnigem Wortwitz im deutschsprachigen Chanson eine Plattform zu geben.
Mit seiner neuen CD „Meschugge" ist ihm das gelungen! Der Black enttäuscht nicht die alten Schobert & Black Fans, lässt sich aber auch nicht die Chance entgehen, etwas Eigenes, Neues zu präsentieren.
Und Blacks Stimme hat in all den Jahren nichts von ihrer Strahlkraft und Klarheit verloren, im Gegenteil, sie ist sogar reifer geworden.

Der Black wird mit einem Konzert aus seinem aktuellen Programm den Eröffnungsabend be­schließen.


www.der-black.de und
http://www.contraermusik.de/onlineladen/artikel/black

 

verdi_farbe_ohne_hintergrund_120Institut für Bildung, Medien und Kunst (IMK)

der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di

in 32791 Lage, Teutoburger-Wald-Straße 105.
Das Institut, am Teutoburger Wald zwischen Bielefeld und Detmold gelegen, ist eine Bildungsstätte von ver.di für Kurse mit Teilnehmergruppen von 10 bis 80 Personen. Das Veranstaltungs- und Ausstellungsprogramm des Instituts zieht auch Publikum aus der Umgebung an.

Weitere Informationen:
www.peter-rohland-stiftung.de
www.burg-waldeck.de

 

Infos zur Anreise

 

Der Flyer zur Ausstellung:

Austellung Peter Rohland - Waldeck Festivals - politisches Lied 48er Revolution