Jahresrückblicke 2018 -2006

Jahresrückblick 2018

Die Peter Rohland Stiftung im zwölften Jahr ihres Bestehens

Schwerpunkt der Tätigkeit der Stiftung war wieder eine waldeckbezogene Kulturarbeit mit, wie aus der nachstehenden Kurzfassung des Jahresberichts 2017/18 der Stiftung an den ABW-Verwaltungsrats ersichtlich, der Förderung der klassischen Musikveranstaltungen der Waldeck sowie einer Vielzahl von waldeck-affinen musikalischen Einzelprojekten. Ziel der Arbeit der Stiftung ist es, solche Projekte mit zu ermöglichen und dadurch zu einer Vielfalt des kulturellen Lebens auf der Waldeck beizutragen.

Daneben bleibt es uns ein Anliegen, die Erinnerung an Peter Rohland wachzuhalten. In diesem Zusammenhang unterstützen wir die Vortragstätigkeit von Hanno Botsch, einem künstlerischen Weggefährten von Peter Rohland.

Hocherfreut sind wir über die Pläne des Jüdischen Museums in Göppingen-Jebenhausen, im Zuge der Neukonzeption des Museums Peter Rohland einen Platz einzuräumen. Dabei sollen die Verdienste von Peter Rohland als Wiederentdecker und Interpret des jiddischen Liedes und damit als Mittler zwischen deutschen und jüdischen Mitbürgern im damals insoweit immer noch sprachlosen Nachkriegsdeutschland gewürdigt werden. Wir unterstützen diese Pläne mit Rat und Tat, u.a. auch mit Exponaten aus unserem Peter-Rohland-Ausstellungsfundus. Die Neueröffnung der Ausstellung ist noch in diesem Jahr vorgesehen.

Aus einem Antiquariat in Tübingen ist uns gerade eine germanistische Zulassungsarbeit von Bernhard Lassahn, dem späteren Schriftsteller und Kinderbuchautor, von August 1978 zugeflogen mit dem vielversprechenden Titel „Volksliedhafte Texte in der nachbündischen Phase der Jugendbewegung am Beispiel Peter Rohland“. Nach eingehenderer Lektüre werden wir uns mit dem Autor in Verbindung setzen, um herauszufinden, ob und wie wir das Werk in unsere Arbeit einbinden können.

Eine Stiftung lebt von Spenden und Zustiftungen. Zahlungen auf unser Spendenkonto bei der KSK Rhein-Hunsrück IBAN DE48 5605 1790 0012 1777 70 sind dringend erwünscht.

 

Aus dem Bericht des Stiftungsrats an den Verwaltungsrat der ABW über die Tätigkeit des Stiftungsrats im Haushaltsjahr 2017 und im laufenden Haushaltsjahr 2018 und geplante Vorhaben vom 15. Februar 2018:

I. Zusammensetzung des Stiftungsrats:

Zwei ständige Mitglieder:

Joachim Michael (mike) Stifter (Vorsitzender),

Sandra Kupfer als Vorsitzende der ABW

[Klaus P. Möller (molo) zweiter Stifter

(ehem. Vorsitzender) am 30.01.2015 verstorben]

Drei kooptierte Mitglieder

Josef Haverkamp (Stellvertretender Vorsitzender),

H.-J. Kuhlmann (ali),

Gisela Möller-Pantleon

Neubestellung der kooptierten Mitglieder des Stiftungsrats im Mai 2018

Hospitierend:

Kerstin und Achim Schiel

Mathias Riediger und Lena van Beek

Theo Hofmann

David Miron

 

II. Tätigkeit im Jahr 2017:

  1. WaldeckKulturStipendium 2017 Tobias Thieme
  2. Gero Kuntermann: Mitschnitte Singewettstreite 2011, 2015, 2016
  3. Robert Geisler: Mitschnitt PR-Singewettstreit 2017
  4. Mathias Riediger: Tonstudioprojekt Waldeck
    mit der Musikgruppe Schwech und Pefel, Hamburg
  5. Hanno Botsch „Tribute to Pitter“, Auftritt am Vorabend zum PR-Singewettstreit am 8. September 2017
    [Siehe Köpfchen 4/2017, Seite 19]
  6. Helmut Alba (Ömmel): A-cappella-Workshop (17.-19.11.2017)
  7. Hotte: Projekt Hunsbunt-Theater, Einstudierung mit Flüchtlingen
    und Jugendlichen vom Hunsrück auf der Waldeck
    [siehe Köpfchen 2+2/2017, Seite 5]
  8. Waldeck-Liederfest 2017, Künstlerunterstützung
  9. Waldeck Freakquenz 2017, Künstlerunterstützung
  10. Achim Schiel: Lieder des Zugvogel – Der schräge Silberspring, CD und Liederbuch

 

III. Tätigkeit/Vorhaben im laufenden Jahr 2018:

  1. Annett Kuhr: Förderung des CD-Projekts „Sommerlandtraum“
  2. Roland Eckert, Förderung des Liederbuchprojekts
    „… heute singst du das Lied von den Straßen“
  3. WaldeckKulturStipendium 2018 Eva-Maria Graeter
  4. Waldeck-Liederfest 2018, Künstlerunterstützung
  5. Waldeck Freakquenz 2018, Künstlerunterstützung
  6. Wilde Rose e.V., Deutsch-Griechisches Theaterprojekt 2018 „Rendez-vous à Mon Repos“, Unterstützung von zwei Musikpädagogen
  7. Gero Kuntermann: Bearbeitung Mitschnitte 2018
  8. Helmut Alba (Ömmel): Workshop Bühnen-Coaching 23.-25.02.2018, abgeschlossen
  9. Margarete Löwensprung: Bellman-Liederbuch
    mit deutscher Übersetzung der Texte von Peter Paul Wrede
  10. Schlagsaite: CD-Projekt „Vom Mond“, abgeschlossen
  11. Eckard Holler: Tusk-Biographie, abgeschlossen
  12. Joana: CD-Projekt „1848er Programm“ mit Pitter-Liedern

mike

Köpfchen 1/2018 Seite 15f.

 

Sandra Kupfer, Vorsitzende der ABW Der neue Stiftungsrat 2018 Josef Haberkamp, Andreas Michael, Gisela Möller-Pantleon, Joachim Michael, Ali Kuhlmann, Dorthee Freund
Sandra und... ...Josef, Andreas, Gisela, mike, ali und Dido

Erweiterung des Stiftungsrats der Peter Rohland Stiftung

Bei der turnusmäßigen Neubestellung der Mitglieder des Stiftungsrats am 19. Mai 2018 wurden die bestehenden Mitglieder bestätigt und die beiden bis dahin bewusst offengehaltenen Sitze mit Dorothee Freund (Dido) und Andreas Michael neu besetzt. Dies ist als ein Signal für den angestrebten Generationenwechsel auch in diesem Gremium zu verstehen. Wir heißen die beiden neuen Mitglieder in unseren Reihen herzlich willkommen. Wir sind überzeugt, damit eine exzellente Wahl getroffen zu haben.

Das nunmehr siebenköpfige Gremium ist zunächst bis zum Ablauf der satzungsmäßigen Dauer von drei Jahren am 25. Mai 2021 im Amt. Vorsitzender bleibt Joachim Michael (mike), Stellvertreter bleibt Josef Haverkamp. Die Zusammensetzung ist also wie folgt:

    1. Dr. Joachim Michael, Frankfurt am Main, Vorsitzender, Stifter,
    2. Dr. Sandra Kupfer, Tönisvorst, Vorsitzende der ABW e.V.,
    3. Gisela Möller-Pantleon, Stuttgart,
    4. Josef Haverkamp, Gießen, stellvertr. Vorsitzender,
    5. Ali Kuhlmann, Krefeld,
    6. Dorothee Freund, Dorweiler und
    7. Andreas Michael, Berlin.

mike

Köpfchen 2/2018, Seite 6

 

 


 

 

2018 1 Seite5
Die Freunde aus Korfu - Foto: Mahshad Joleh

Rendez-vous à Mon Repos

Deutsch-griechisches Theaterprojekt

Auf Burg Waldeck und auf der griechischen Insel Korfu findet ein interessantes zweiteiliges deutsch-griechisches Theaterprojekt statt. Auf Korfu hat der Theaterpädagoge Hotte Schneider dazu talentierte junge Menschen gewonnen, die es wahrlich drauf haben. Sie können tanzen, singen und wundervoll Theater spielen. Sie kommen in der Woche vor Ostern auf die Burg Waldeck, um dort zusammen mit genauso talentierten Deutschen ein Theaterstück vorzubereiten, das im Herbst auf Korfu weiterentwickelt wird und dort auch auf der Freilichtbühne „Mon Repos“ zur Aufführung kommen wird.

Die erste Phase des Projekts (Korfu goes Waldeck!) findet auf der Burg Waldeck vom 24.03 bis zum 01.04.2018 statt. Dabei werden tagsüber Workshops in den Genres Theater, Musik, Tanz und Gesang angeboten, in denen das Theaterstück erarbeitet wird.

Die griechischen Teilnehmer_innen: Die Theatergruppe „Metron“, zwei Tanzgruppen, eine Band aus der Musikakademie von Korfu und einzelne Leute, die mit deutschen Künstler_innen ein interkulturelles Theaterstück vorbereiten werden.

Abends präsentieren Künstler_innen aus dem Kreis der Teilnehmenden und der Umgebung mitgebrachte Stücke im „Sälchen“ der Burg Waldeck. Programm.

Im Herbst wird dann die zweite Phase des Projekts vom 28.09 bis zum 07.10.2018 auf der griechischen Insel Korfu realisiert (Waldeck goes Korfu!). In dieser Phase werden die deutschen und die griechischen Teilnehmer_innen gemeinsam am Theaterstück proben und dieses schließlich am 06.10 auf der Freilichtbühne des Schlossparks „Mon Repos“ aufführen.

Leitungsteam: Hotte Schneider (Künstlerische Leitung), Alex Schaffner (Organisation), Spyros Atsopardis, Eftychia Vogiatzoglou, Jens Kleemann, Lutz Eichhorn, Angeliki Mamona, Anna Klochko

Köpfchen 1/2018 Seite 5

 

2018 2 Seite8a
Foto Evgenia Pouli

„Korfu goes Waldeck“

Deutsch-Griechische Theaterwerkstatt

In der Woche vor Ostern trafen sich fünfzig junge Tänzer, Musiker und Schauspieler auf der Waldeck. Zehn Tage wurde geübt, geprobt und experimentiert. Am letzten Abend wurden erste Ergebnisse in einer Abschluss-Aufführung präsentiert.

"Korfu goes Waldeck" wird eine erste Fortsetzung schon in diesem Sommer in Kastellaun haben, wo Hotte mit einem Teil der Gruppe einen kleineren Workshop speziell zur Schauspielerei leitet. Auf Einladung unseres Freakquenz-Festival-Teams besuchen sie dabei das Festival und beraten, ob und wie sie 2019 ihr Stück hier aufführen können.

Vorher soll am 6. Oktober 2018 „Waldeck goes Korfu“ in Korfu Premiere feiern.

Es handelt sich um ein Projekt des Wilde Rose e.V. und wird gefördert vom BMFFSJ, der Peter Rohland Stiftung und der Sczech-Stiftung.

Hotte Schneider

Köpfchen 2/2018, Seite 1 und 8f.

 

2018 4 Seite32


2018 4 Seite32 3
Fotos: Chis Atsopardis

„Waldeck goes Korfu“

Eine erfolgreiche Fortsetzungsgeschichte

Auf der Waldeck hatte Ostern 2018 das Deutsch-Griechische Theater-Projekt Waldeck goes Korfu begonnen (wir berichteten). Im Herbst hat die Gruppe in Griechenland dann noch einzelne Szenen zu den Themen „Populismus“, „Zwangsverheiratung“ und „gleichgeschlechtliche Liebe“ im Stil der Commedia dell`Arte zugefügt und alles zusammen am 6. Oktober auf der Freilichtbühne „Mon Repos“ in Korfu-Stadt erfolgreich aufgeführt.

Im nächsten August wird die Gruppe mit fünfzig jungen Schauspielern und Musikern wieder retour in den Hunsrück kommen und weiter an der Inszenierung arbeiten und dann Korfu goes Waldeck schließlich am 17. August 2019 auf dem diesjährigen „Freakquenz-Festival“ quer über das Gelände zur Aufführung bringen.

Hotte Schneider

Köpfchen 4/18, Seite 32

 

 


 

 

2018 3 Seite1
Der Schräge Silberspring, vorgestellt beim 19. Peter-Rohland-Singewettstreit - Foto: Uller Koenig
Köpfchen 3/2018, Seite 1

Peter-Rohland-Singewettstreit 2018

Liebe Freundinnen und Freunde des Peter-Rohland-Singewettstreits und der Waldeck,

wie bereits beim letzten Singewettstreit im September 2017 angekündigt, findet der neunzehnte Peter-Rohland-Singewettstreit auf Burg Waldeck am

Samstag, dem 8. September 2018, ab 14 Uhr

statt. Wir laden Euch hiermit zur Teilnahme oder zum Besuch unserer Veranstaltung herzlich ein. [...]

Das Vorabendprogramm:

Am Freitag, dem 7. September ab ca. 21 Uhr möchten wir euch zu folgendem Programm sehr herzlich einladen:

Es ist wieder mal so weit: Der Zugvogel hat wieder eine CD eingespielt. Ihr Name: 

"Der schräge Silberspring"

Der Silberspring ist die Lieder-Quelle des Zugvogels. Diese neue CD samt Heft ist "schräg", weil die neuen Lieder ein bisschen aus dem normalen bündische Rahmen fallen. Nicht viel, da der Zugvogel ja schon des längeren durch ungewöhnliche Lieder auffällt, aber immerhin etwas.
Wir haben hier einen Ausflug in das Chanson, das griechische Rebetiko, den Jazz, die russische Liedermacherszene, die russische Folklore und in die türkische Folklore unternommen, da wir hier vielfältigste Anknüpfungspunkte haben. Die Lieder wurden in Anlehnung an diese Genres komponiert oder die Texte gedichtet, übersetzt oder übertragen.
Entstanden ist hierdurch eine wundervolle Lieder-Mischung, welche nun als Heft und CD "Der schräge Silberspring" vorliegt und die wir nun am Vorabend des Peter-Rohland-Singewettstreits vortragen wollen. Unterstützt wurde der Zugvogel bei der CD-Produktion von der Peter Rohland Stiftung.

Wir freuen uns sehr auf zahlreiche und aufmerksame Besucher, die mit dem Zugvogel die Veröffentlichung feiern.

Mit besten Grüßen
Im Namen des Orga-Teams

Markus Giesler

Köpfchen 2/2018, Seite 4

 

2018 3 Seite26

Der schräge Silberspring. Schräge Lieder des Zugvogel, CD.
https://shop.zugvogel.org/

Rustikales, Sentimentales und Verwegenes!
Das sind die Komponenten, aus denen sich diese CD zusammen setzt. Nach der Veröffentlichung von »So jung ...« im Jahre 2013 hat der ZV gemerkt: Da gibt es noch so Vieles, welches nicht das Genre des Fahrtenliedes bedient, dennoch im Vorfeld dieser aktuellen Publikation seine Liebhaber gefunden hat: Das »Bündische Chanson«.
Die Macher dieser Scheibe haben das Pimpfenalter schon weit hinter sich gelassen, fühlten sich aber dennoch ermutigt, ihren Teil zum heutigen bündischen Liedgut beizusteuern.

Es war Hellas [Achim Schiel], welcher seit zwei Jahren die Aufnahmen vorangetrieben und nicht locker gelassen hatte, um das, was bei »So jung ...« herunter gefallen war, einzuspielen. So oder so ähnlich war wohl seinerzeit der Beweggrund für Gero, die »Wohlseinslieder« aufzunehmen.
Einen Unterschied gibt es allerdings: Die Lieder und Übersetzungen stammen dieses Mal ausnahmslos aus dem ZV. Das türkische Volkslied, das Rebetiko und russische Romanzen gesellen sich zu eigenen Kompositionen – teilweise basierend auf internationalen Vorlagen – so, als wäre es eine Selbstverständlichkeit. So ist das auch gemeint: Völkerverbindend am Nächsten tätig zu sein!
Denn wir erinnern uns: Wir haben nur diese eine Welt!

Vorgestellt beim diesjährigen Peter-Rohland-Singewettstreit.

Gefördert durch die Peter Rohland Stiftung.

Köpfchen 3/2018, Seite 26

 

 


 

 

WaldeckKunstStipendiatin 2018: Eva-Maria Graeter

2018 2 Seite7

Eva-Maria Graeter kommt aus Stuttgart. Schon in frühester Jugend wurde Eva von Junko Wakamatsu am Klavier unterrichtet. Gesang und der Umgang mit zwei weiteren Instrumenten, Akkordeon und Bass, machten sie zu einer vielseitigen überzeugten Musikerin. Als Komponistin und Liedermacherin mit ihrer Band „Madame Privée und die Lakaien“ entwickelte sie in den 1990er Jahren einen sehr eigenwilligen Stil. Mit anderen Künstlerinnen, wie z.B. Uta Köpernick, dem Parkorchester Compagnia Sackbahnhof, der Neuen Museumsgesellschaft und Salsa Pa´ti war bzw. ist sie als Bandmitglied aktiv. Zudem arbeitet Eva als Musikpädagogin mit Kindern im Vorschulalter und mit an Demenz erkrankten Senioren.

Wir kennen Eva-Maria Graeter von ihren Auftritten auf der Waldeck in den Programmen von Hanno Botsch „Poesie aus einem verborgenen Matriarchat“ und zuletzt bei „Tribute to Pitter“ am Vorabend zum Peter-Rohland-Singewettsreit 2017, einem Peter-Rohland-Abend, zu dem Eva mit Gesang, Bass und Akkordeon beitrug.

Aktuell entwickelt die dreifache Mutter wieder eigene Stücke für ein Soloprojekt. Dazu braucht sie, wie sie in ihrer Bewerbung für das Stipendium schreibt, „dringend Zeit und Ruhe, Raum und genügend Abstand zu Haushalt, Arbeit und Elternabenden, um konzentriert an meiner Musik zu arbeiten und mit Muse dran bleiben zu können“. Dafür, solche Muse und solchen Abstand zu gewähren, ist die Waldeck bekanntermaßen prädestiniert, und dazu laden wir Eva-Maria Graeter herzlich ein.

Eva wird voraussichtlich in der zweiten Hälfte September 2018 auf der Waldeck Quartier beziehen. Vielleicht nimmt sie schon am Peter-Rohland-Singewettstreit am 9. September 2018 teil.

Den Freunden und Besuchern auf der Waldeck empfehlen wir, mit Eva während ihres Aufenthalts auf der Waldeck Kontakt aufzunehmen und sie persönlich kennenzulernen und willkommen zu heißen.

Eva-Maria Graeter ist nun schon die achte Empfängerin des WaldeckKulturStipendiats. Vor ihr waren auf der Waldeck:

2013 Masha Potempa und Holger Saarmann, Berlin,

2014 Dota Kehr und Martin Betz, Berlin,

2015 Mirvana in the groove kitchen, Darmstadt,

2016 Flobêr, Bernard Bielmann und Florian Krämer, Berlin,

2017 Tobias Thiele, Berlin.

Bewerbungen für die kommenden Jahre sind zu richten an Sandra Kupfer sandra@burg-waldeck.de und/oder Joachim Michael t.j.michael@gmx.de . Einzelheiten unter www.burg-waldeck.de und www.peter-rohland-stiftung.de . Auch Bewerber*innen aus anderen Kulturdisziplinen, wie den Bildenden Künsten oder beispielsweise Tanz, sind willkommen. Auch Berlin als künstlerische Heimat der Bewerber*innen ist, anders als die Liste der Vorgänger*innen vielleicht suggerieren mag, nicht zwingende Voraussetzung für eine Bewerbung.

mike

Köpfchen 2/2018, Seite 7

 

 


 

 

Schlagsaite: Vom Mond, CD www.schlagsaite.de

2018 2 Seite26

[...] Sämtliche Musiker, deren CDs nun folgen, sind schon einmal, manche sogar mehrfach, auf der Waldeck aufgetreten.
Allen voran die Gruppe Schlagsaite, die einige Jahre in Folge mit ihren zupackenden Rhythmen und aussagestarken Songs das Waldeck-Liederfest zu Pfingsten maßgeblich mitprägte. Nach dem (bedauerlichen) Weggang von Frontmann und Liedautor Markus Breuer hat sich inzwischen Kontrabassist Simeon Miron als talentierter Songschreiber hervorgetan. Auch Daniel Hermes steuert immer mal wieder ein Lied bei. Vom Mond ist die allerneueste, die vierte CD der Gruppe Schlagsaite betitelt. Frisch und unterhaltsam, tanzbar und originell wie gewohnt. Die CD wurde von der Peter Rohland Stiftung gefördert.

Aus: Kais kleine Klangkörper-Kolumne 5
Köpfchen 2/2018, Seite 26

 

 


 

 

2018 4 Seite33

helms lieder

Eine musikalische Schatzkiste

Wenn man, wie ich, mit Liederbüchern nicht nur aufgewachsen ist, sondern auch über eine Handvoll veröffentlicht hat, dann kommt Freude auf beim In-die-Hand-nehmen der Neuerscheinung

helms lieder. Die Lieder von Helmut König,
96148 Baunach (Spurbuchverlag) 2018, 205 Seiten, ISBN 978-3-88778-546-8*

Die Sammlung von über einhundert Liedern besticht durch ihren Reichtum an Musik und Poesie in feiner Ausstattung. Der Komponist und Dichter gliedert sein illustriertes Werk mit Vor- und Nachwort in elf Kapitel: Zum Anfang, Wandern im Land, Im Lager und auf Fahrt, Zum Tanze, Die Freundschaft, Die Liebe, Balladen, Moritaten, Der Spaß ohne Maß, Zum Abend, Zur Weihnacht, Zum Schluss.

Helm (88), der versierte (Mit-)Herausgeber stilprägender Werke wie z.B. Der Turm, Der schräge Turm, Chanson 67, Der Regenpfeifer – alle im Voggenreiter Verlag erschienen – war lange in der Deutschen Jungenschaft mit „tejo“ (Walter Scherf) befreundet. Dabei entwickelte er seine Meisterschaft als bündischer Liedermacher und Verleger mit dem eigenen Plattenlabel THOROFON, nicht aber als Sänger. Dies erwähnt er eigens.

Alte Liederfreunde/innen mögen in diesen Weisen schwelgen. Ihre Melodien aus längst vergangenen Zeiten ertönen aus den Notationen. Das damals in den Fünfzigern ersehnte Europa ersteht hier in bündischer Liederromantik eigenen Stils. Auch mit Übersetzungen und helms glänzenden Vertonungen wie z.B. „Zwischen Don und Woronesch“, dem Gedicht von George Forestier (Pseudonym). Ob allerdings junge Sänger heutiger Tage damit viel anfangen können, bleibt fraglich.

Nur ein Makel auf der Titelseite ist zu rügen: Der Falke und die Wellen sind in Rot falsch gefärbt. Auf unserer Seidenfahne der Jungenschaft fliegt nämlich ein „Weißer Falk‘ auf grauem Feld“. Die roten Falken in der SPD konnten ja auch bei weitem nicht so gut singen wie wir. Das ist lange her.

Oss Kröher

*Gefördert durch die Peter Rohland Stiftung

Köpfchen 4/2018, Seite 33

 

 


 

 

2018 1 Seite30a

2018 1 Seite30b
tusk-Biografie

Einladung zur Subskription (bis 30.04.18)

Meine tusk-Biografie „Auf der Suche nach der Blauen Blume – Die Großen Umwege des legendären Jugendführers Eberhard Koebel (tusk)“ wird im Nov/Dez 2018 im Lit-Verlag Münster erscheinen.

Format DIN A5, 250 S., viele Bilder, eine DVD mit zwei Filmen („Burschen heraus“ [1930] und „tusk der Deutsche“ [1985]), Stimmen zu tusk, tusk-Legenden, Geflügelte Worte von tusk, Werkverzeichnis und ein tabellarischer Lebenslauf. – Ladenpreis 34,90 Euro.
Wer die tusk-Biografie subskribieren will, wird gebeten, 27.- Euro (25 Euro für das Buch und 2 Euro für Porto und Verpackung) auf folgendes Konto zu überweisen: Konto-Inhaber: Eckard Holler, Bank: Berliner Sparkasse, IBAN: DE18 1005 0000 6011 1229 04 SWIFT-BIC: BELADEBEXXX.

Mit der Überweisung von 27.- Euro wird das Buch vorbestellt. Es wird nach Erscheinen zugesandt. (Bitte Postadresse bei der Überweisung angeben!).

Eckard Holler (zeko)

eckard.holler@t-online.de

Gefördert von logo prs

Köpfchen 1/2018, Seite 30

 

Letzter Jour fixe 24.11.2018

Eckhard Holler (zeko) stellt seine tusk-Biographie vor, die Anfang nächsten Jahres erscheinen wird.

Zuvor gab es jedoch eine hochkarätige musikalische Überraschung.
Ömmel, der mit Teilen der deutsch-russischen Familie Kraft im Schwabenhaus mehrstimmige Lieder einübte, begrüßte die Teilnehmer des Jour fixe mit einem kleinen Konzert.
Es wurden von Josef, Josef-Maria, Gabriel, Elias, Johannes und Tatjana fünf Lieder a cappella vorgetragen, die bei allen Anwesenden großer Freude und Begeisterung auslöste. Insbesondere die russischen Lieder waren ein Seelengenuss. Einige Solopassagen von den Kindern im Alter zwischen vierzehn und fünf Jahren waren besonders anmutig.

Nun konnte zeko aus seiner Biographie über tusk vortragen.
Neben den bereits bekannten Fakten über tusk, wie zum Beispiel, dass er die Deutsche Jugendschaft dj.1.11 1929 gegründet hat, dass er die Jungenschaftsjacke, „Juja“ genannt, entworfen hat, „Kohte“ und „Jurte“ als zwei genial vereinfachte Nachbildungen der nomadischen Behausung der Samen und Mongolen, die mittlerweile Erkennungszeichen der Deutschen Jugendbewegung geworden sind, in die bündische Szene einführte, zeigt zeko in seiner Biografie fünf neue Gesichtspunkte über tusk auf.

  • Er wendet sich gegen die tusk-Halbierung, die den ästhetischen tusk vom politisch engagierten tusk trennt, und kritisiert die bewusste Verfälschung der Schriften von tusk.
  • tusk ist für ihn ein Gewährsmann für die These, dass das Gemeinschaftserlebnis der Jungenschaft so intensiv erlebt werden konnte, dass es den Menschen gänzlich veränderte und ihm die moralische Verpflichtung auferlegte, sich sozial oder sogar im sozialistischen Sinn zu engagieren.
  • Er hält die Jungenschafts-Pädagogik der „Selbsterringung“ für ein modernes Erziehungskonzept, das nicht veraltet, sondern hochmodern und geeignet ist, zur Persönlichkeitsentwicklung beizutragen. An Jugendbünden im Stil der Jungenschaft besteht heute sogar ein erhöhter Bedarf, um die Jugend vor dem Zugriff des Kommerzes zu schützen und ihr eine selbstverantwortete Eigenentwicklung zu ermöglichen.
  • Zeko sieht in tusk einen bedeutenden antifaschistischen Pädagogen, da er seine Jungenschafts-Pädagogik der Selbsterringung in Formen entwickelte, die von den Nazis nicht zu kopieren waren und den Beteiligten Rückzugsräume boten und Immunität gegen die NS-Propaganda verlieh.
  • Die deutsche Jugendbewegung sieht er, dem Philosophen Ernst Bloch folgend, als eine authentische Sozialutopie. Die utopische Dimension, unterscheidet sie von anderen jugendlichen Bewegungen und Szenen und erklärt das ungebrochene Interesse der Wissenschaft an ihr. Nachdem die Sozialutopie auch von der weiblichen Jugend entdeckt wurde, ist zeko überzeugt, dass die Bündische Jugend heute mehr als eine bloße „Restgeschichte“ ist, zu der sie von verzagten Jugendbewegungshistorikern erklärt wurde.

Bestätigt werden die fünf Gesichtspunkte von zeko und ihrer Attraktivität durch die Jahrhundertfeier des Meißner-Treffens von 2013, an dem 3500 junge Menschen teilnahmen. Im Gegensatz zum Treffen von 1913 sah man diesmal überwiegend Jujas und nur Schwarz-Zelte (Kohten, Jurten und Jurtenburgen).

Natürlich wurde auch bei diesem Jour fixe dank Melanie Goerger und Florian Stamm (Melli & Flo), wieder hervorragend für Leib und Seele gesorgt.

Wolf-Hartmut Kupfer

Gefördert durch die Peter Rohland Stiftung

Köpfchen 4/18, Seite 31f.