Jahresrückblicke 2018 -2006

Jahresrückblick 2012

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Willy dirigiert, pitter spielt Foto: molo

Jahresbericht

Peter Rohland Stiftung

Der Höhepunkt an Aktivitäten seitens der PRS im Jahr 2011 war die Eröffnung der Peter-Rohland-Ausstellung (15. September bis14. Oktober 2011) im Foyer des Willy-Brandt-Hauses in Berlin. Peter Rohland und die musische Tradition und Kultur der Burg Waldeck konnten so an einem prominenten Ort in der Hauptstadt präsentiert werden. Helm König hatte uns den Kontakt zu seinem Freund Klaus Wettig vermittelt, der im Verein der Freunde des WBH engagiert ist.

Es war die siebte Station der Ausstellung*, die sich zur Wanderausstellung entwickelt hat. Mike und dex sind das eingespielte Team für Transport und Aufhängung der neun farbigen Peter-Rohland-Tafeln (0,9 x 1,5 m) und der sechs Tafeln zur Geschichte der Sechzigerjahre-Festivals, die vom Berliner Verein Lied und soziale Bewegungen e.V. übernommen wurden. Neben den informativen Bild-Text-Tafeln werden jeweils, je nach den Platz-Verhältnissen und verfügbaren Ausstellungs-Vitrinen, auch gegenständliche Erinnerungen an den Sänger und Liedforscher Rohland gezeigt – Platten-Hüllen, Liederbücher, Konzertbesprechungen und ggf. auch seine Gitarre. Als besonders attraktiv erweisen sich immer wieder die Audio-Boxen samt Kopfhörern, aus denen Original-Aufnahmen mit von Rohland gesungenen Liedern angewählt und abgerufen werden können.

Die Eröffnungveranstaltung (siehe Bericht Holler), hat rund zweihundert Gäste zusammengeführt.

Angedacht ist für kommendes Jahr noch eine Ausstellung in Rastatt in der „Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte“. Das ist ebenfalls ein würdiger Ort für eine Ausstellung über den Wiederentdecker der Lieder deutscher Demokraten aus der Zeit um 1848. Mike hat bereits Kontakte geknüpft.

Offen ist, wie wir den achtzigsten Geburtstag von Peter Rohland im Jahr 2013 begehen. Für 2014, wenn sich das erste Waldeck-Festival von 1964 zum fünfzigsten Mal jährt, besteht eine lockere Verabredung zu einer gemeinsamen Veranstaltung mit den Initiatoren des großen Festivals in Rudolstadt. Konstruktive Vorschläge und Angebote zur Mitarbeit sind natürlich willkommen.

 

Annika Mies und Stefanie Karl haben im April, wie in den zwei Jahren zuvor, einen sehr lebendigen SingeWorkshop mit über zwanzig Kindern und Jugendlichen im Schwabenhaus angeleitet. Im Köpfchen war dazu in Heft 2/11, Seite 24, nur ein Foto, kein Bericht. Dieser ist dafür unter www.vcd-yakima.de mitsamt vielen weiteren Fotos zu finden.

Der Workshop war wieder gut vorbereitet. Jeder Teilnehmer bekam sein Liederheft mit Text, Noten und Gitarrengriffen und am Ende des Workshops eine CD mit den Tonaufnahmen der gemeinsam eingeübten und gesungenen Lieder. Da der Altersschnitt der Teilnehmer recht niedrig lag, – man kann es auf den Fotos im Netz gut sehen – waren immer wieder Unterbrechungen der konzentrierten Singerunden notwendig, um den Kids Bewegung und Auslauf zu verschaffen. Annika hatte dann – neben Gitarrenspiel und Liedertraining – ihren Einsatz bei phantasievollen Spielen. Die größte Attraktionen waren aber das ständig brennende oder glimmende Lagerfeuer vor dem Schwabenhaus und die Hunsrück-Landschaft mit dem Baybachtal, in das kleinere Gruppen ihre Erkundungsauflüge machten.

Auf Youtube kann unter http://www.youtube.com/watch?v=w6FY1fnnMvQ nachgehört werden, wie im Schwabenhaus das Shanty „Santiano“ gesungen wurde.

Insgesamt wieder ein gelungener Workshop, der den Kids – neben den Liedern – im Gedächtnis bleiben wird. Wir hoffen auf eine Fortsetzung in 2012.

 

Aus dem SingeWorkshop-Team Plauder/Kerstin Schiel ist Kerstin ausgeschieden, da sie beruflich durch Schulleiteraufgaben stärker belastet ist. Plauder hat inzwischen mit chisum und herbert ein neues Team gebildet: „alle drei pauker mit bündisch-musikalischem hintergrund“. Auf der Waldeck ist für den ersten Workshop in der neuen Formation der Termin 16. - 18. März 2012 reserviert. Herzlichen Dank an Kerstin für ihr Engagement in drei erfolgreichen Workshops!

 

Zwei Projekte der Stiftung liegen derzeit auf Eis, da die beiden zuständigen Stiftungsratsmitglieder wegen Krankheit bzw. Hausbauaktivitäten ausfallen:

  • das Waldeck-Liederbuch, das bei 120 gesammelten Liedern stagniert;
  • die Sammlung und digitale Aufbereitung der Tonaufnahmen der Pfingstfestivals ab 2003 und der Singewettstreite ab 2002 für die Archivierung und ggf. „Best-of-Publikationen“ auf DVD.

Die Klemme, in die wir durch den – hoffentlich nur zeitweiligen – Ausfall von zwei engagierten Mitarbeitern gekommen sind, zeigt mal wieder, wie knapp unsere ehrenamtliche Personaldecke ist. Die gesamte restliche „Decke“ besteht aus Oldies im Rentenalter. Zukunft, wo bleibst du?

molo

* Nach der Eröffnung an Pfingsten 2007 auf Burg Waldeck wurde die Ausstellung bislang gezeigt:

  • Sommertagung des Mindener Kreises 2007 in Uelzen
  • Archiv der deutschen Jugendbewegung auf Burg Ludwigstein Winter 2007/2008
  • Städtisches Museum im Storchen in Göppingen Juli/August 2008 zum 75. Geburtstag von Peter Rohland
  • Landtag von Rheinland-Pfalz in Mainz, Juni 2009
  • Lage im Teutoburger Wald, Institut für Bildung, Medien und Kunst der Gewerkschaft ver.di
  • Berlin, Willy-Brandt-Haus, September/Oktober 2011

Köpfchen 3+4/2011, Seite 26ff.

 

 


 

 

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Vierter Singeworkshop mit plauder & Co

„Pimp your Song“

für Gruppen, Gruppenführerinnen und Gruppenführer

Nach einem Jahr Pause wollen wir die Reihe der Peter Rohland Singeworkshops fortsetzen. Damit es nicht langweilig wird, haben wir uns inhaltlich und personell verändert:

  • Jörg Seyffarth (plauder),
  • Christoph Weber (chisum) und
  • Herbert Schmidt

Nachdem in den vergangenen Jahren in einer Reihe von Workshops unter Anleitung von plauder (Zugvogel) und Kerstin Schiel (ABW) sowie von Annika Mies und Stefanie Karl (VCP im Hunsrück) Grundlagenarbeit geleistet wurde, die sich bei einzelnen Gruppen-Auftritten beim jährlichen Peter-Rohland- Singewettstreit schon sehr positiv bemerkbar gemacht hat, läuten plauder und Freunde nun eine zweite Phase der Workshop-Arbeit ein.

In den ersten drei Workshops mit plauder stand das Gruppensingen bei Heimabenden und auf Fahrt im Mittelpunkt. Beim vierten Workshop – vom 16. bis 18. März 2012 – wollen wir nun zeigen, wie man mit einfachen Mitteln aus bekannten und auch neuen Liedern mehr herausholen kann, als es in der normalen Gruppenstunde oder der Singe-Runde am Feuer üblich ist.

Am Ende des Seminars sollen sich die TeilnehmerInnen mit einer begrenzten Anzahl von Liedern so auseinandergesetzt haben, dass man sie auf einem Singewettstreit oder einem anderem öffentlichen Anlass gerne präsentieren möchte.

Um dieses Ziel zu erreichen werden wir uns schwerpunktmäßig mit folgenden Themen befassen

  • Anspruchsvolle Akkordbegleitungen und Anschlagtechniken für Gitarrenspiel
  • Instrumentale Vor-, Zwischen- und Nachspiele
  • Mehrstimmigkeit im Gesang
  • Rollenverteilung im Gruppengesang (Vorsänger/ Einzelsänger/ Gesamtgruppe/ Jungen & Mädchen…)

Jeder Teilnehmer/in erhält ausreichend Liedmaterial und im Anschluss einen CD Mitschnitt der wichtigsten erlernten Lieder.

Köpfchen 1+2/2012, Seite 21f.

 

 


 

 

Einladung zur Ausstellungseröffnung

 

Peter Rohland, die Waldeck-Festivals

und das politische Lied der Revolution von 1848

am Dienstag, dem 17. April 2012, um 18:30 Uhr

in der Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte, Herrenstraße 18 (Schloss),

76437 Rastatt Vortragsraum OG

 

Begrüßung: Dr. Elisabeth Thalhofer
Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte

Einführung: Prof. Dr. Holger Böning
Universität Bremen
Dr. Joachim Michael
Peter Rohland Stiftung

Schlusswort: Gunter Kaufmann
Förderverein der Erinnerungsstätte

 

Musikalische Begleitung: Joana (Gesang) & Adax Dörsam (Gitarre)

 

Im Anschluss lädt der Förderverein der Erinnerungsstätte zu einem Umtrunk ein.

 

Die Ausstellung ist vom 18. April bis 18. Juli 2012 in der Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte zu sehen.

Köpfchen 1+2/2012, Seite 23

 

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Gastgeber und Künstler Foto: molo

Peter Rohland Ausstellung in Rastatt

In der langen Reihe der Ausstellungsorte (u. a. Willy-Brandt-Haus in Berlin, Foyer des Landtages in Mainz) ist dieser Ort, nämlich die „Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte“ sicher der Höhepunkt und kann wohl kaum übertroffen werden.

Die Erinnerungsstätte geht auf eine Anregung unseres ehemaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann zurück. Sie hat ihren Platz im Schloss zu Rastatt, also der Stadt, die bei den Ereignissen der 1848er Revolution eine hervorragende Rolle spielte.

Aufgebaut haben die Ausstellung unsere Mitglieder dex und mike.

Zur Eröffnung am 17. April 2012 waren noch weitere Mitglieder der ABW erschienen, zum Teil aus weit entfernten Regionen. Von Anfang an war deshalb klar, dass dies eine Art Familienfeier werden könnte.

Und so war es auch.

Ausstellungsveranstalter, Ausstellungsmacher, begleitende Künstler, Redner und Publikum harmonierten auf das Beste. So wurde es die gelungenste Eröffnung, die ich erlebt habe.

Joana, begleitet von dem famosen Gitarristen Adax Dörsam, sang passende Lieder, die Leiterin der Erinnerungsstätte, Frau Dr. Thalhofer, und der Vorsitzende des Fördervereins, Herr Kaufmann, begrüßten die Gäste und Professor Holger Böning von der Uni Bremen hielt seinen Vortrag über Peter Rohland.

Die Eröffnung schloss mit einem Umtrunk, zu dem der Förderverein der Erinnerungsstätte eingeladen hatte. Es gab außer kleinen Snacks reichlich vom Roten aus der Kellerei des Vorsitzenden Gunter Kaufmann.

Dass nach der offiziellen Eröffnung der Abend mit vielen Beteiligten seine Fortsetzung im Gastraum des Hotels mit deftigem Essen, reichlich Getränken und gemeinsamem Singen fand, war da schon fast eine Selbstverständlichkeit.

Inzwischen ist die Ausstellung beendet und abgebaut. Es besteht aber die Aussicht, sie mit anderem Schwerpunkt an weiteren Orten zu zeigen.

ali

Köpfchen 3+4/2012, Seite 24

 

 


 

 

Dreizehnter A-cappella-Workshop im Oktober 2012

Hallo Gisela, hallo molo,

[…] Nun haben wir schon fast wieder November und das Jahr 2012 geht stramm auf das Ende zu. Am vergangenen Wochenende haben wir mit zehn Sängern den dreizehnten A-cappella-Workshop auf der Waldeck gestaltet und ihn in herbstlichem Ambiente bei kalten Temperaturen und bunten Laubgemisch sehr genießen dürfen.

Was mich am meisten freut, ist, dass jetzt auch immer mehr junge Menschen dieses Angebot nutzen. So waren dieses Mal eine Sechzehnjährige und fünf Studenten im Alter von zwanzig bis dreiundzwanzig Jahren unter den zehn Teilnehmern am Start. Ein junges Studentenpaar, die in Maastricht studieren, zwei Studenten aus Darmstadt, der andere aus Heidelberg und zu guter Letzt ein Student, der in Finnland/Tampere studiert; dieser war schon mehrfach dabei. Und ein Pärchen mittleren Alters aus Limburg mit einem Gitarristen im Schlepp.

Es zeigte sich eine große Begeisterung über das ganze Wochenende. Gerhard aus Limburg versprach schon jetzt, dass er weitere Sänger seines Chores für die Waldeck A-cappella-Workshops mitbringen will. Er selber ist Co-Dirigent. Die sechzehnjährige Geigerin möchte gerne mit dem Jugendorchester ein Probenwochenende auf der Waldeck in die Wege leiten.

Das alles spricht Bände für die Waldeck. […]

Lieben Dank, Gruß

Ömmel

Köpfchen 3+4/2012, Seite 25