Begegnung der besonderen Art: Tunesier treffen Hunsbunt

Das Hunsbunt-Theater - Foto: Tobias Hauth

Das Hunsbunt-Theater – Foto: Tobias Hauth

Junge Flüchtlinge aus Eritrea, Iran, Somalia, Afghanistan und Syrien machen im Hunsrück eine Ausbildung in Schule oder Beruf. An vier Wochenenden trafen sie sich im Waldecker Hunsbunt-Projekt, um mit Hotte ein interkulturelles Theaterstück zu entwickeln. Dabei ging es um Alltagserlebnisse, die im schlechtesten Fall so böse verlaufen, dass sie in Hass und Gemetzel eskalieren, bis alle tot sind. Im zweiten Teil dann die positive Variante von Alltagsbewältigung, die in gutes Zusammenleben führt. Helmut Alba (Ömmel) hat dazu für die Anfangsszene ein somalisches Lied einstudiert und ein deutsches für die Schlussszene.

Mitte August waren dann im Rahmen einer Internationalen Begegnung junge Schauspiel-Talente aus Tunesien zu Besuch. Tunesien ist das einzigen Land, wo nach dem „Arabischen Frühling“ kein Chaos und Krieg entstand. Die Freunde machen zu Hause Straßentheater gegen den I.S.-Terror. Hotte hat mit ihnen kleine Szenen einstudiert, die kurzerhand ins Hunsbunt-Theater integriert wurden.

Im Frankfurter Zirkus Zarakali wurde das Ergebnis am 19. August aufgeführt. Beim Freakquenz-Festival ging‘s damit dann eine Woche später, am 26. August, auf die Waldecker Open-Air-Bühne des Freakquenz-Festivals. Die Tunesier präsentierten als kleines Gastgeschenk vor dem Stück zusätzlich einige traditionelle Lieder aus ihrer Heimat.

Swobl

(aus: KÖPFCHEN 4/17, Seit 18)