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Jahresrückblick 2014

Chisum, Plauder & Herbert Foto: mike

Chisum, Plauder & Herbert Foto: mike

Neues von der Peter Rohland Stiftung

Was wir uns für das Jahr 2013 vorgenommen hatten, konnten wir ein gutes Stück voranbringen:

Einmal ist da das von der ABW gemeinsam mit der Peter Rohland Stiftung beschlossene Projekt der Auslobung eines WaldeckKulturStipendiums, das wir in Zusammenarbeit mit Sago, der Akademie für Poesie und Musik von Christof Stählin, im Sommer erstmals praktisch testen konnten. Ende August zogen die beiden „Sagonauten“- Liedermacher Holger Saarmann und Masha Potempa, als „Teststipendiaten“ in das neue Mohrihaus ein.
Während ihres Aufenthalts auf der Waldeck von gut drei Wochen (Masha) bzw. fünf Wochen (Holger) hatten sie Gelegenheit, sich bei einem Jour Fixe dem Verein vorzustellen, am Peter Rohland Singewettstreit und am Waldeck-Freakquenz-Festival teilzunehmen und vor allem an der Weiterentwicklung ihres Liedrepertoires zu arbeiten. Der sprichwörtliche genius loci der Waldeck erwies sich wieder einmal als verlässlicher Stimulator, diesmal für das Schaffen der beiden Stipendiaten.
Eine gute Nachbarschaft mit Happy und dem Burgteam war schnell hergestellt. Unterkunft, Arbeitsplatz und Eigenverpflegung erwiesen sich als praktikabel; die vorgesehene finanzielle Unterstützung erschien auskömmlich.
Kurz gesagt: Der Testlauf ist erfolgreich verlaufen, nachzulesen auf den Websites von Holger und Masha, wiedergegeben in dieser Ausgabe des Köpfchen.

Wie soll es nun weitergehen? Mit der Unterstützung von Holger werden wir zunächst weitere Interessenten aus dem Sago-Umkreis ansprechen, um die Zusammenarbeit mit Sago zu vertiefen, aber auch um weitere Erfahrungen bei der praktischen Umsetzung der Idee des Stipendiums zu sammeln und es weiter bekannt zu machen.
Im Gespräch für 2014 sind Dota Kehr und Martin Betz. In einem weiteren Anlauf soll dann das Stipendium, wie ja in dem Begriff WaldeckKulturStipendium bereits angelegt, auch jungen Interessenten anderer Kunstrichtungen und Umfelder offen stehen.

Aus Rudolstadt haben wir inzwischen die Einladung erhalten, auf der TFF 2014 Anfang Juli 2014 unsere Ausstellung Peter Rohland Leben und Werk zu zeigen, und zwar mit unserem 1848er-Lied- und Vortragsprogramm, ergänzt, aus Anlass des fünfzigjährigen Jubiläums der Waldeck-Festivals, durch die Waldeck-Festival-Plakate, die uns der Verein Lied und soziale Bewegungen, Berlin, zur Verfügung gestellt hat. Schön wäre es, wir könnten die Ausstellung noch um ein paar neue Tafeln ergänzen, auf denen wir das Waldeck-Geschehen nach 1969 bis heute aufzeigen.

Neben den Filmen „Falado“ und „Die Waldeck“ von Gabi Bollinger soll ein weiterer Film von den Waldeck-Festivals in den 60er-Jahren gezeigt werden. Gedacht ist an den zweiteiligen Film von Christel Priemer „Das Fest fand im Freien statt“ vom SR, um dessen Aufführungsrechte wir uns gerade bemühen.

Drei weitere Konzerte mit Peter-Rohland-Bezug und ein Podiumsgespräch zu „Waldeck heute“ sind ebenfalls für die TFF 2014 in der Planung.

Aus unserem Workshop-Programm ist zu berichten, dass Ömmel (Helmut Alba) mit unserer Unterstützung am Wochenende 22./24. November 2013 ein weiteres, sein – wieder gut besuchtes – Vierzehntes A-cappella-Seminar auf der Waldeck abgehalten hat.

Zusammen mit Plauder (Jörg Seyffarth) und Herbert (Herbert Schmidt) haben wir eine Woche später selbst zum sechsten Singeworkshop für Gruppen und Gruppenleiter auf die Waldeck eingeladen, diesmal unter dem von Plauder gewählten Motto „Lied Global“. Reges Interesse kam wieder aus den Reihen der BdP-Stämme Pilgrim Falconi und Piraten und der Waldjugend Haßloch.

Diese Veranstaltungen liegen uns sehr am Herzen, zumal sie, ganz im Sinne der Ziele der Stiftung, unmittelbar der Förderung des Singens und des Liedes dienen. Unseren ehrenamtlichen Referenten und ihrem segensreichen Tun gilt daher wieder unser ganz besonderer Dank.

Wir freuen uns, dass die Arbeiten an dem von helm (Helmut König) betreuten Peter Rohland Liederbuch „pitters lieder“ so weit vorangeschritten sind, dass es wohl im Frühjahr 2014 erscheinen kann. Um einem vielfach geäußerten Missverständnis entgegenzutreten: Das Buch erscheint natürlich mit Noten. Manche der Lieder, insbesondere die von Villon, sind sogar erstmals in Noten gesetzt. Auch soll dem Buch eine DVD beigefügt werden, die alle im Buch enthaltenen Lieder in der von den CDs bekannten Interpretation durch pitter enthält.

Ohne Noten soll dagegen das in Vorbereitung befindliche Waldeck-Liederbuch erscheinen, da vorausgesetzt werden kann, dass der waldeck-typische Benutzer, für den das Buch gedacht ist, die Melodie des betreffenden Liedes kennt, aber (noch oder inzwischen) Schwierigkeiten mit dem Text hat.

Zum Schluss unser ceterum censeo: Kommt und macht mit bei der Stiftungsarbeit! Auch und gerade mit Euren eigenen Musikprojekten seid Ihr, in bester Waldeck-Tradition, herzlich willkommen!

mike

Köpfchen 3+4/2013, Seite 14f.