Zurück zu Jahresrückblicke auf die Tätigkeit der Stiftung 2020 – 2006

Jahresrückblick 2009

Rückblick und Ausblick

(aus Köpfchen 3+4/2008)

Die Peter Rohland Stiftung konnte Anfang Oktober 2008 durch eine weitere Kapitalerhöhung nahe an die die magische Grenze des sechsstelligen Kapitalstocks herankommen. Aber eben leider nur nahe. Das von Anfang an gesteckte Ziel, 100.000 Euro Kapital zu sammeln, um durch Zinseinnahmen musische Projekte fördern bzw. direkt selber umsetzen zu können, ist noch nicht erreicht. Wir müssen uns also weiter ranhalten und um Unterstützung werben.

Die Basis trägt aber schon Früchte. Die Stiftung kann mit ihren schwachen Mitteln bereits agieren. Dieses Heft enthält wieder einige Berichte zu Maßnahmen, die gefördert wurden. Es sind vor allem Projekte in Verbindung mit der Waldeck.

Erwartungsvolle Anfragen nach Stipendien für musikalische Ausbildungsgänge aufgrund von Internet-Recherchen mussten allerdings enttäuscht werden. Der Begriff Stiftung verführt allzu leicht zu Assoziationen, die sich aus Presseberichten über die großen Stiftungen des Landes nähren. Auch im unmittelbaren Waldeck-Umfeld muss immer mal dem Missverständnis entgegengetreten werden, dass sich hier das große Geld angesammelt hätte.

Es kann nur nochmals daran erinnert werden: die Stiftung wird von einem (noch) kleinen Kreis ehrenamtlich betrieben und nährt sich finanziell aus den überschaubaren Zinsen des angesammelten Kapitals, mit dem nicht spekulativ gezockt wurde, das also heil durch die Finanzkrise kam. Außerdem kommen Spenden und Zustiftungen aus dem engeren und weiteren Waldeck-Umfeld. Einen Grundstock an Kapital haben die beiden Stifter aufgebracht, indem sie zu Festen aus Anlass runder Geburtstage anstelle von Geschenken um Spenden für die Stiftung baten. Das war einträglich und fand auch Nachahmer. Danke!

Die Tradition großer privater Feste im Verein ist ungebrochen. Es kann nur zur weiteren Nachahmung aufgerufen werden: lasst Euch Spenden zugunsten der Peter Rohland Stiftung schenken! Dem Spender winkt die steuerwirksame Zuwendungsbestätigung.

Was bewirkt die Stiftung?
Zu einem wichtigen Anliegen, dem Singen von Kindern und Jugendlichen, hatten 2008 zwei Workshops mit Kerstin Schiel und Plauder (Jörg Seyffarth) guten Erfolg. Ein dritter mit Annika Mies und Stefanie Karl ist für März 2009 verabredet. Wir streben an, daraus eine Reihe mit jährlich einem Frühjahrs- und einem Herbst-Workshop zu entwickeln.

Die erfolgreichen A-cappella-Seminare von Helmut Alba können mit Hilfe der Stiftung an die Waldeck gebunden und häufiger angeboten werden – jeweils auch ein qualifizierter Singe-Event. Damit kommen wir dem Ziel, die Waldeck als Ort des Liedes auch bei der jüngeren und mittleren Generation zu stärken, in kleinen Schritten näher.

Die schon erfolgreich gezeigte Ausstellung über Peter Rohland wird am 6. Juni 2009 in Verbindung mit einer waldeckbezogenen Veranstaltung im Foyer des Landtags in Mainz eröffnet und wird dort bis zum 26. Juni gezeigt. So tragen wir das Thema „Waldeck“ ins Herz der Landeshauptstadt.

Weitere Projekte zum Thema „Waldeck und das Lied“ sind unterwegs. Die Peter Rohland Stiftung ist aber keineswegs eine geschlossene Veranstaltung. Ebenso wie Spenden sind auch Ideen und vor allem Mitarbeit willkommen.

molo

Köpfchen 3+4/2008, Seite 22f.

 


Balalaika im Maßgeschneiderten - Foto: molo

Balalaika im Maßgeschneiderten – Foto: molo

Nachtrag

(aus Köpfchen 3/2009)

In Köpfchen 2/2009 wird ausführlich über den ersten Singe-Workshop in diesem Jahr berichtet, der von Annika Mies gut vorbereitet und zusammen mit der Musiklehrerin Stefanie Karl und weiteren HelferInnen betreut wurde. Neunzehn Kinder und Jugendliche waren aktiv beteiligt. Außer im Köpfchen ist ein Bericht auch unter http://www.vcp-yakima.de/ nachzulesen. Danach zu schließen war die Waldeck bei gutem Frühlingswetter genau der richtige Platz für Kids, die neben konzentriertem Lieder- und Gitarre lernen auch noch Gelegenheit und Platz zum Spielen brauchen. Das Leitungsteam gehört im Hunsrück zu den Pfadfindern (VCP). Sie haben guten Kontakt zur Waldeck. Wir wollen gemeinsam schauen, übers Jahr auf der Waldeck wieder so einen Workshop anzubieten.

Am 6. Juni stieg dann in Mainz im historischen Landtagsgebäude „Deutschhaus“ die Eröffnung der von der Stiftung zusammengestellten Ausstellung „Peter Rohland – Leben und Werk“. Mainz war der fünfte Platz, an dem wir die Ausstellung zeigen konnten, nachdem sie zu Pfingsten 2007 auf der Waldeck ihren Einstand hatte. Wie meist, waren auch diesmal sechs Blätter zu den sechs Waldeck-Festivals der sechziger Jahre dabei, die der Verein „Lied und soziale Bewegungen e.V.“, Berlin, mit Hilfe der Waldeck und des Mainzer Kabarettarchivs zusammengestellt hatte. Brummel, der mit mike und dex die notwenigen Fäden gesponnen hatte, berichtet ja parallel im Heft über die erfolgreiche Veranstaltung. Die bis 26. Juni in Mainz terminierte Ausstellung liegt nun wieder für weitere Plätze bereit. Wie dex vom Abbau berichtet, bucht der Landtag die drei Wochen der im Foyer gehängten Ausstellung als Erfolg.

Für Anfang November ist nun der schon zweimal mit Erfolg veranstaltete Singe-Workshop für ältere Jugendliche mit Kerstin Schiel und Plauder auf der Waldeck fest terminiert. Die beiden erfahrenen Sänger und Chorleiter wollen sich diesmal mit dem Liedrepertoire von Peter Rohland beschäftigen.

Die von Hein Kröher gründlich renovierte Bass-Balalaika, die von Peter Rohland vor langer Zeit von Berlin ins Waldecker Schwabenhaus gebracht worden war, ist nun sozusagen reisefertig. Die Stiftung hat ihr noch eine wasserdichte, schützende Hülle anfertigen lassen. Das Instrument kann jetzt an interessierte und qualifizierte Jugendgruppen für Ausbildungszwecke zeitlich befristet ausgeliehen werden.

Für das von Kai Engelke betriebene Projekt „Die vergessenen Lieder des Jooschen Engelke“, das am Pfingst-Samstag bei der Matinee im Sälchen vorgestellt wurde, hat die Stiftung einen finanziellen Zuschuss für die Produktion einer CD zugesagt. Der Beifall im voll besetzten Sälchen zeigte an, dass Kai mit dem Projekt, das den Liedern seines jungenschaftlich engagierten Vaters gewidmet ist, auf dem richtigen Weg ist.

Josef hat damit begonnen, die vorhandenen Tonkonserven der Pfingstkonzerte und der Singewettstreite zu sammeln, in bearbeitungsfähige Formate zu konvertieren und auf Qualität zu begutachten – mit Unterstützung durch externes Fachwissen. Ziel ist je eine Best-of-CD der beiden Veranstaltungsreihen in Kleinauflage, um das musikalische Profil der Waldeck im 21. Jahrhundert präsentieren zu können. Wir hoffen sehr, dass dieses Projekt nicht so aufwendig und langwierig wird wie die Sammlungen und Aufbereitung für das Publikationsprojekt von Bear Family zu den alten Waldeck-Festivals.

Die Stiftung strebt ja nach wie vor das Ziel an, ihr bei der ABW für Erneuerungs- und Ausbauzwecke angelegtes verzinsliches Kapital auf einen sechsstelligen Betrag aufzustocken. Das Ziel ist zwar in Sicht, aber leider noch nicht ganz erreicht. Um einen Beitrag und Betrag für den Endspurt zu erlangen, wird von unserem erfahrenen Konzert-Impresario Jacky in Krefeld für den 9. Oktober ein Benefizkonzert in der Friedenskirche vorbereitet. Wir hoffen auf ein volles Haus, ein schönes Konzert, also eine schönen Abend – und so nebenbei auch auf ein den Elan der Stiftungsbetreiber stärkendes Ergebnis an und in der Kasse.

Noble Spender sollten sich natürlich durch solche Aktivitäten nicht vom Griff zum Überweisungsformular abhalten lassen. Konto der Stiftung: 12 177 770, KSK Rhein-Hunsrück, BLZ 560 517 70.

molo

Köpfchen 3/2009, Seite 22f.